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Burnout

Was ist Burnout?

Forschung und Praxis sind sich uneins darüber, was genau Burnout ist. Vermutlich gibt es so viele Definitionen, wie es Forschergruppen mit diesem Schwerpunkt gibt. Um eine gemeinsame Basis zu schaffen, stützen sich viele Forscher und Praktiker auf die Definition nach Maslach. Sie wurde bereits in den 80er Jahren entworfen und wird bis heute fast unverändert eingesetzt. Nach dieser Definition besteht Burnout aus emotionaler Erschöpfung, Leistungseinbußen und Depersonalisation, also einer schon fast zynischen, inneren Distanz zu der eigenen Arbeit. Weitgehend einig sind sich die meisten Forscher darin, dass Burnout von vielen weiteren körperlichen und psychischen Symptomen geprägt ist. Hierzu zählen z. B. Konzentrations- und Schlafprobleme, Reizbarkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Herzrasen oder ein Enge- bis Angstgefühl – je nach individueller Veranlagung.

Wie entsteht Burnout?

In ähnlicher Weise, wie es viele verschiedene Auffassungen dazu gibt, wie Burnout definiert werden sollte, gibt es auch viele verschiedene Modelle zur Entstehung und den Ursachen von Burnout. Grundlegend kann man sagen, dass alle Bedingungen, die das Stresserleben chronisch erhöhen auch das Burnoutrisiko erhöhen. Die am häufigsten untersuchten Modelle sagen ein erhöhtes Burnoutrisiko vorher, wenn

  • die Anforderungen des Arbeitsplatzes nur mangelhaft mit den eigenen Fähigkeiten bewältigt werden können,
  •  die Entlohnung und Anerkennung der geleisteten Arbeit als zu gering empfunden wird, und
  •  Arbeitsbedingungen nur geringfügig entsprechend der eigenen Bedürfnissen verändert werden können.
Insofern erhöht jede Tätigkeit, die durch rigide Vorgaben und Kontrollmechanismen, wenig sozialer Rückmeldung und Aufstiegschancen, geringer Bezahlung und Überforderung geprägt ist, das Burnoutrisiko. Selbstverständlich gibt es eine Reihe weiterer Einflussfaktoren, welche schrittweise auch wissenschaftlich erfasst werden.
Einen Einblick in aktuellere Forschungsergebnisse zu Burnout finden Sie weiter unten unter "Studien und Forschungsergebnisse zu Burnout".

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Burnout aus psychobiologischer Sicht

Lohnenswert ist ein Blick auf psycho-biologische Aspekte von Burnout und insbesondere auf die Psychobiologie der Stressreaktion. Betrachtet man körperliche und psychische Prozesse, die durch akuten und chronischen Stress ausgelöst werden, lassen sich auch rasch Symptome erklären, die bei Burnout auftreten. Wesentlicher noch, können auf diese Weise verschiedene Formen von Burnout und Folgen von Stress unterschieden werden. Dies ermöglicht eine präzise Aussage, welche Interventionen am hilfreichsten sind. 

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Wie kann das Burnoutrisiko reduziert werden?

Burnout hängt sehr eng mit Stress zusammen. Maßnahmen, die gegen Burnout helfen umfassen also auch solche, die das Stresserleben reduzieren. Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Erstens können spezifische Stressquellen erkundet und dann reduziert werden. Wichtig ist, die richtige Strategie im Umgang mit den Anforderungen und Problemen zu entwickeln. Zweitens kann sollte dieses Vorgehen durch eine Stärkung der Stressresistenz unterstützt werden. Auf dieses Vorgehen zugeschnitten sind Stressbewältigung-Trainings und Coaching. Idealerweise werden diese außerdem durch Entspannungstechniken wie Autogenes Training ergänz.

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Studien und Forschungsergebisse zu Burnout


Die richtige Strategie hilft gegen Burnout:
Niederländische Forscher haben sich mit der Frage beschäftigt, wie Mitarbeiter ihre Leistung aufrecht erhalten und Burnoutsymptome reduzieren können. Sie fanden heraus, dass Arbeitnehmer, die ihre Arbeitsweise auch bei anstehenden Problemen nicht verändern, Burnoutsymptome und Leistungseinbußen haben. Arbeitnehmer, die hingegen Alternativen prüfen, wie sie ihr Ziel erreichen können und sich auf wichtige Ziele konzenKarlsruheen, kamen besser zurecht und hatten weniger Symptome. > Studie (engl.)

Burnoutrisikoprofil: Eine brasilianische Studie findet erhöhtes Burnoutrisiko und Arbeitsplazunzufriedenheit bei jungen Arbeitnehmern mit geringer Berufsausbildung, geringer Bezahlung, Kontrollmöglichkeiten und Selbstwirksamkeit. > Studie (engl.)

Chefs beeinflussen Burnoutrisiko: Positive Rückmeldung durch Vorgesetzte sowie emotionale Unterstützung scheinen das Burnoutrisiko zu senken, wie eien amerikanische Studie nahe legt.  > Dissertation (engl.)

Sinnvolle Jobs reduzieren das Burnoutrisiko: Kalifornische Forscher konnten zeigen, dass Mitarbeiter weniger unter emotionaler Erschöpfung leiden, wenn Führungskräfte die Sinnhaftigkeit der Arbeit betonen und Ziele vorleben. Mitarbeiter sind durch diesen sog. transformationalen Führungsstil stärker motiviert und wechseln seltener den Job. > Springer (engl.) 

Hohe Selbstwirksamkeits-Erwartung und soziale Unterstützung können von Burnout schützen: Eine türkische Studie findet heraus, dass Personen mit hoher Selbstwirksamkeits-Erwartung weniger emotional erschöpft sind. Ebenfalls leiden Menschen, die viel soziale Unterstützung erfahren, weniger unter Burnout und haben zugleich eine höhere Selbstwirksamkeits-Erwartung. > Education Ressources Information Center (engl.)

Persönlichkeit beeinflusst das Burnoutrisiko:  Personen mit ausgeprägter Neigung zur Extraversion und Neurotizismus sowie niedriger Verträglichkeit anderen gegenüber haben eher das Gefühl, dass sie für ihre geleistete Arbeit zu gering entlohnt und anerkannt werden> Link zur Studie (engl.)

Stressbewältigungs-Training reduziert Stressempfinden:  Dänische Forscher finden heraus, dass Personen, welche über mehrere Sitzungen lang Wissen zu Merkmalen von Stress, Bewältigungsmöglichkeiten, Zeitmanagement und Kommunikation am Arbeitsplatz erworben haben, weniger unter Stress leiden. Überdies können die Teilnehmer anschließend mehr Arbeitsstunden bewältigen. > PubMed (engl.)

Jobs mit schlechter Qualifizierung und Bezahlung erhöhen das Burnoutrisiko:  Eine brasilianische Studie findet ein erhöhtes Burnoutrisiko sowie eine erhöhte Arbeitsplatzunzufriedenheit bei jungen Arbeitnehmern, die eine geringe Berufsausbildung,  Bezahlung, wenige Möglichkeit zur Gestaltung des Arbeitsablaufes und eine geringe Selbstwirksamkeit haben. > Studie (engl.) 

Langweilige Jobs erhöhen das Burnoutrisiko: In einer neuseeländischen Studie litten Arbeitnehmer stärker unter emotionaler Erschöpfung und Burnout, wenn ihre Arbeit einseitige Fähigkeiten erforderte, die Identifizierung mit Aufgaben gering war und es wenig Rückmeldung durch Kollegen oder Kunden gab. Burnout kann durch gesundheitsfördernde Maßnahmen reduziert werden, wenn die Arbeitszufriedenheit erhöht wird. >  PubMed (engl.)


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© Sandra Waeldin, Karlsruhe | Sw - Coaching und Stressbewältigung  

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