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Coaching

Coaching sollte stets zum Ziel haben, Menschen dabei zu unterstützen sich zu verwirklichen und persönliche Ziele zu erreichen. Hierfür genügt es jedoch häufig nicht, schnell das gestellte Thema zu bearbeiten, sondern es müssen auch Kontextbedingungen berücksichtigt werden. Wie das Fallbeispiel „Jobwechsel“ zeigt, spielt die Analyse und Reflektion der Bedingungen deshalb eine große Rolle im Coaching.

Fallbeispiel "Jobwechsel"

"kann und soll ich schon nach zwei Monaten kündigen?"

Anliegen und Situation

Ein Klient mittleren Alters meldete sich wegen seiner belastenden beruflichen in einer Situation. Vor etwa zwei Monaten ist er von seiner Familie weg gezogen und hat eine neue Arbeit bei einem mittelständigen Unternehmen angenommen. Obwohl sich der Klient zunächst auf die neue Stelle gefreut hat, ist er nun unsicher, wie er seine Tätigkeiten konkret gestalten und erledigen soll und fühlt sich zunehmend unwohl auf der Arbeit. Insbesondere die Arbeitsatmosphäre ist belastend und er meint, im Grunde überlegt er sogar, zu kündigen, obwohl der nicht der „Typ für’s Aufgeben“ sei.

Coachingziel

Als Zielvereinbarung wird festgehalten, dass der Klient sich Klarheit darüber verschaffen möchte, ob er beim jetzigen Arbeitgeber bleiben will.

Bedarfsanalyse

Nachdem geklärt wurde, dass die beruflichen Voraussetzungen und Fähigkeiten sowie die Interessen und Motivation kein Problem darstellen, werden die spezifischen Arbeitsplatzbedingungen analysiert. Hier spielt insbesondere das Verhalten des direkten Vorgesetzten eine Rolle. Dieser übt einerseits hohen Druck aus, andererseits gibt er ungenaue Informationen und unterstützt nicht bei der Erledigung oder Klärung der Aufgaben. Andere Kollegen oder der Abteilungsleiter bieten ebenfalls keine Hilfe.
Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass der Klient außerdem darunter leidet, vor Ort bisher wenig Anschluss gefunden zu haben. Eigentlich hat er bisher auch kaum Freizeitaktivitäten, die ihm beim Abschalten helfen.

Ressourcen-Analyse und -Stärkung

Es zeigt sich, dass der Klient über viele berufsbezogene Fähigkeiten verfügt, die ihm häufig – trotz der belastenden Gesamtsituation – immer wieder Kraft auf der Arbeit geben. Daneben unterstützt ihn seine Familie über regelmäßige telefonische Kontakte. Gemeinsam wird erarbeitet, wie er seine offene und interessierte Art dazu nutzen kann, den kollegialen Austausch zu stärken sowie, welche privaten Aktivitäten ausgebaut werden sollen.

Übung und Reflektion

Gemeinsam wird geprüft, welche konfliktverschärfenden und –lösenden Aktivitäten der Klient bisher unternommen hat, welche Rolle persönliche Konfliktvermeidung, eigene Ziele und das eigene Rollenver-ständnis spielen. In einer Abwägung der Für- und Gegenargumente zur aktuellen Arbeit zeigt sich, dass der Klient sich innerlich bereits von der Arbeit distanziert hat und es für ihn kaum Gründe gibt, zu bleiben. Da er dennoch versuchen möchte, das Verhältnis zum Vorgesetzten zu verbessern, wird ein entsprechendes Gespräch geübt und Bedingungen und Kriterien für den Erfolg dieses Gesprächs besprochen.

Festigung

Nach dem Entschluss, nicht beim jetzigen Arbeitgeber zu bleiben, wird fest gehalten, welche Bedingungen und Verhaltensweisen in der jetzigen Situation hilfreich waren und welche ausgebaut werden sollen. Kriterien und Anforderungen an den neuen Arbeitgeber werden formuliert sowie Bausteine eines „Frühwarnsystem“ für schlechte Arbeitsbedingungen gelegt.


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© Sandra Waeldin, Karlsruhe |  Sw - Coaching und Stressbewältigung  

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