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Bald ist Weihnachten - Sind Sie im "Geschenke-Stress"? 

Geschenke-Stress, Weihnachten, richtig schenken Wie man 'richtig' schenkt ist bisher ein eher seltenes Thema in der Forschung - bisherige Ergebnisse, deuten darauf hin, dass zumindest der materielle Wert und der Zeitpunkt des Schenkens weniger wichtig sind.

Egal, ob Weihnachten, Geburtstag oder wohl auch immer verbreiteter zu Valentins-Tag - es gibt Zeiten, in denen es üblich ist, anderen ein Geschenk zu machen. Gerade zu Weihnachten spürt man das besonders stark. Trotz des zunehmendem Online-Shoppings, sind die meisten Innenstädte und Geschäfte in dieser Zeit voll. Einerseits, weil es einfach Konvention ist, andererseits, weil man seinen Nächsten eine Aufmerksamkeit zukommen lassen will, werden gerade zu Weihnachten viele Geschenke verschenkt. Gerade, wenn es an Ideen dazu mangelt, was eigentlich ein passendes, originelles, besonderes oder 'gutes' Geschenk für eine bestimmte Person ist, fühlen sich viele unter Stress gesetzt.


Lesen Sie, was die Forschung zum 'richtigen' Schenken heraus gefunden hat:

Amerikanische Forscher haben überprüft, ob der Beschenkte zufriedener ist, wenn je wertvoller der Preis des Geschenks ist. Während  schenkende Personen von diesem Zusammenhang ausgehen, scheint dies allerdings für die Beschenkte nicht der Fall zu sein - wie der Titel der Studie bereits andeutet "Money can't buy love".

Eine norwegische Studie hat sich unter anderem mit dem Schenken von Geldgeschenken beschäftigt und dabei heraus gefunden, dass
Beschenkte vieles nicht "so eng" sehen. So gaben viele an, dass sie anstelle von Gutscheinen auch mit Geld zufrieden sind und es auch in Ordnung ist, wenn das Geschenk etwas später ankommt. Außerdem bevorzugen viele nützliche Geschenke gegenüber kleinen, luxuriösen Geschenken - hier variiert jedoch der Geschmack durchaus.

Ab und zu gibt es auch den Fall, dass sich eine Person eine bestimmte Sache wünscht. Manche Schenkende sträuben sich jedoch, genau dieses Geschenk zu besorgen. Gründe können die Befürchtung sein, dass das Geschenk unoriginell wirkt, da man sich schließlich keine eigenen Gedanken darüber gemacht hat, was dem anderen gefallen könnte. Amerikanische Forscher bestätigen jedoch, dass das diese Befürchtung wenig begründet ist. Beschenkte freuen sich oftmals sogar stärker über die Erfüllung zuvor geäußerter Wünsche als über andere Geschenke. Gleiches gilt, wenn sie statt dem gewünschten Geschenk "nur" eine finanzielle Unterstützung für die Erfüllung des Wunsches erhalten.

Viele der Studien zum Thema "richtig schenken" ähneln sich in ihrer Schlussfolgerung: Häufig weiß der Schenkende nicht genau, worüber der Beschenkte sich freut und was diesem (momentan) wichtig ist. Anders herum weiß der Beschenkte oft nicht, welche Mühe und welche Absicht hinter einem Geschenk steckt. Wenn zwei Personen sich lange kennen, wird jedoch häufig angenommen, dass man die Vorlieben oder vielleicht sogar Gedanken des anderen kennt. Allerdings kann sich beides von Zeit zu Zeit wandeln und deshalb kann es lohnenswert sein, sich darüber auszutauschen.
Getreu dem Ausspruch, "es ist der Gedanke der zählt" haben sich diesem Thema Forscher aus Singapur gewidmet. Sie fanden heraus, dass Schenkende falsch einschätzen, ob der Beschenkte die dahinterliegende Absicht des Geschenks erkennt. Häufig erkennt der Andere die Absicht hinter einem Geschenk nicht. Es lohnt sich jedoch, die Idee, die hinter einem Geschenk steckt deutlich zu machen, das stärkt nämlich das Gefühl der Verbundenheit. 
Bevor Sie dem Gegenüber die Botschaft Ihres Geschenks übermitteln, lohnt es sich, dass Sie diese zuvor verdeutlichen. Auf diese Weise können Sie sich nämlich auch das Finden der Geschenke-Idee etwas erleichtern. Machen Sie sich zunächst klar, was Sie mit einem Geschenk erreichen wollen. Wollen Sie mit Ihrem Geschenk die Gemeinsamkeit stärken oder
dem Empfänger einen Wunsch erfüllen? Entsprechend bietet sich eine gemeinsame Aktivität oder natürlich die Unterstützung zum Erfüllen dieses Wunsches an.

Wie Sie den "Geschenke-Stress" reduzieren können:

Tipp 1: Machen Sie sich klar, welche Absicht Sie am besten mit einem Geschenk ausdrücken wollen oder können und suchen Sie das Geschenk danach aus.

Tipp 2: Möchten Sie mit Ihrem Geschenk einen Wunsch erfüllen, finden Sie keine passende Idee oder wollen Sie ein besonders passendes Geschenk, so erkundigen Sie sich zuvor bei dem- oder derjenigen, den oder die sie beschenken wollen nach Vorlieben oder Wünschen. Manchmal helfen auch Verwandte oder Freunde.

Tipp 3: Geben Sie nicht übermäßig viel Geld für ein Geschenk aus.

Tipp 4: Erläutern Sie mit Übergabe des Geschenks kurz die Idee oder den Zweck des Geschenks. Manchmal ist es auch interessant, welche Alternativen oder Erweiterungen es noch gibt, selbst, wenn diese nicht Bestandteil des Geschenks sind.

Unabhängig von den beschriebenen Forschungsergebnissen gibt es natürlich unzählige weitere Methoden, um mit dem "Weihnachts-Stress" oder "Geschenke-Stress" umzugehen oder auch ihn zu umgehen. Die wohl wichtigste Hilfe, um eigene Strategien zu entwickeln ist Zeit. Fangen Sie also am besten frühzeitig an und sammeln Sie Ideen und tauschen Sie sich aus.

10.11.2013, Sandra Waeldin auf www.psychologin-hilft.de


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Quellen:

Flynn FJ & Adams GS (2009). Money can't buy love: Assymetric beliefs about gift price and feelings of appreciation. J Exp Soc Psychol, 45, 404-9. DOI 10.1016/j.jesp.20008.11.003 > Link zur Studie auf ScienceDirect (engl.)

Gino F & Flynn FJ (2011). Give them what they want: The benefits of explicitness in gift exchange. J Exp Soc Psychol, 47, 915-22. DOI 10.1016/j.jesp.2011.03.015 >  Link zur norwegischen Studie auf ScienceDirect (engl.)

Teigen KH, Olsen MV & Solas OE (2005). Gift-receiver asymmetries in gift preferences. Br J Soc Psychol, 44, 125-44.  >  Link zur Studie auf PubMed (engl.)

Zhang Y & Epley N (2012). Exaggerated, mispredicted, and misplaced: When "it's the thought that counts" in gift exchanges. J Exp Psychol, 141, 667-81. > Link zur Studie auf PubMed (engl.)


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