SW - Coaching | Mehr Produktivität durch kürzere Arbeitszeit
   Startseite SW - CoachingAngebot: Coaching, Stressbewaeltigung, Autogenes Training, BeratungSandra Waeldin, Dipl.-Psychologe, CoachInformationen und Forschungsergebnisse zu Stress am Arbeitsplatz




Höhere Produktivität durch reduzierte Arbeitszeit




Insbesondere in Schweden wird derzeit über eine Reduzierung der Arbeitszeit diskutiert. Durchschnittlich wird dort bisher 35 Stunden pro Woche gearbeitet.  Nun soll in einem Experiment bei städtischen Angestellten in Göteborg getestet werden, ob eine 30-Stunden-Woche - bei vollem Gehalt - zu weniger Krankenzeit und schließlich mehr Produktivität führt. Ein Sechs-Stunden-Arbeitstag klingt verlockend und so wird über neue Arbeitszeitmodelle auch hierzulande gesprochen.

Untersuchungen, wie die in Schweden, sind lang überfällig. Bisher gibt es zwar viel Diskussion darüber, ob sich eine Arbeitszeitreduzierung positiv auswirkt, jedoch bisher nur wenige Forschungsergebnisse dazu.

Dabei lassen die bisherigen Ergebnisse Positives für die städtischen Angestellten in Göteborg hoffen. Die Forschung lässt darauf schließen, dass eine reduzierte Arbeitszeit mit einer besseren Gesundheit und mehr Produktivität einher geht. Ein Beispiel ist die Auswertung der "Dritten Europäischen Umfrage über die Arbeitsbedingungen" mit über 21 000 Erwerbstätigen durch die "Gesellschaft für Arbeits-, Wirtschafts- und Organisationspsychologische Forschung e.V." (GAWO). Hier zeigten sich Hinweise darauf, dass eine kürzere Wochenarbeitszeit zu weniger Beschwerden führt. Die Stressbelastung, Reizbarkeit, Ängstlichkeit, Schlafstörungen, Müdigkeit, Magenbeschwerden sowie Kopf- und Muskelschmerzen nehmen linear ab, je kürzer die Arbeitszeit ist. Ebenfalls gibt es weniger unfallbedingte Fehltage bei kürzeren Arbeitszeiten.
Wie die Autoren schlussfolgern sind die negativen Auswirkungen insbesondere bei einer Arbeitszeit von über 40 Stunden pro Woche deutlich. Allerdings zeigt sich in einem Teil der Daten bereits früher ein Knick. Demnach stellt sich die Frage, ob die Gesundheit und das Wohlbefinden bei einer
  Arbeitszeit von 30 bis 35 Stunden pro Woche nicht deutlich besser wäre als bei 40 Stunden.

Schließlich weist die Untersuchung noch auf einen wichtigen Punkt hin: der Zusammenhang zwischen Arbeitszeit und Gesundheitsbeschwerden besteht deutlich wird aber von weiteren Faktoren beeinflusst. So gibt es bei gleicher Arbeitszeit deutlich mehr Beschwerden, wenn die Arbeit durch Hitze, Lärm, Schichtarbeit, Monotonie oder ein stark vorgegebene Arbeitstempo bestimmt ist.

Vielversprechend klingen auch Fallbeispiele von verschiedenen Unternehmen. Bei diesen sanken nach der Einführung eines Sechs-Stunden-Tags die Krankenstände und die Produktivität steigt um bis zu 50%.

Während also noch nicht vollständig geklärt ist, ob reduzierte Arbeitszeiten zu einer höheren Produktivität führen, ist vielfältig belegt, dass  mitgestaltbare und flexible Arbeitszeiten die Zufriedenheit und die Produktivität erhöhen.



Quellen:

> GAWO, F. Nachreiner und Kollegen, 2005, Dauer der Arbeitszeit und gesundheitliche Beeinträchtigungen (pdf)

> O. Graf, 1959,  Ganztätige Arbeitsablaufunersuchung an 200 Arbeitsplätzen

> S. Kauffeld und Kollegen, 2004, Effects of a flexible work-time design (engl.)


02.05.2014, Sandra Waeldin auf www.psychologin-hilft.de

> Als PDF


Auch Zufriedenheit erhöht die Produktivität.

Sie möchten Ihre Zufriedenheit erhöhen?
 

Sie möchten Ihr Burnoutrisiko reduzieren?









Diese Informationen per Newsletter erhalten?

Diese Informationen über Twitter erhalten?

Diese Informationen über Facebook erhalten?

Diese Informationen über Google+ erhalten?






  

  



 












© Sandra Waeldin, Trier | Sw - Coaching und Stressbewältigung  

  Find me on Twitter: SandraWaeldin   Find me on Facebook: Sandra.Waeldin   Find me on Google+: Sandra Waeldin  Newsletter abonnieren!  Impressum (inkl. Datenschutzerklärung)