SW - Coaching | Arbeitsbelastung führt zu Frühberentungen
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Psychische Erkrankungen sind seit 2003 der häufigste Grund für Frühberentungen 

Stress am Arbeitsplatz: Psychische Erkrankungen häufigster Grund für Frühberentungen Einerseits hat sich die allgemeine Gesundheit der Deutschen seit 1990 verbessert und die Lebenserwartung stieg für beide Geschlechter seitdem um ca. 3 Jahre. Aktuell liegt sie bei 76 Jahren bei Männern und bei ca. 82 Jahren bei Frauen. Unter anderem hat die Bedeutung von Herz-Kreislauferkrankungen deutlich abgenommen. Dennoch steigt die Verbreitung der psychischen und neurodegenerativen Erkrankungen sowie die Zahl der Frühberentungen durch diese Erkrankungen.


Allgemeiner Krankenstand ist Rückläufig, Psychische Erkrankungen häufen sich

Obwohl der allgemeine Krankenstand rückläufig ist (im Jahr 2013 durchschnittlich 14 Tage / Jahr), steigt er für psychische Erkrankungen an. Insbesondere bei der Arbeitsunfähigkeit tauchen psychische Erkrankungen mit zunehmender Häufigkeit auf und sind seit 2003 der häufigste Grund für krankheitsbedingte Frühberentungen. Das bestätigten bereits 2013 unabhängig voneinander Berichte des Robert Koch Instituts und der Techniker Krankenkasse sowie aktuell eine Studie der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK). Dem Bericht der BPtk ist zu entnehmen, dass die Häufigkeit von Depressionen, Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen sowie Suchterkrankungen besonders zunimmt und sich zwischen 2002 und 2012 auch die Arbeitsunfähigkeitstage wegen psychischer Erkrankungen fast verdoppelt haben.

Belastungen am Arbeitsplatz führen zu psychischen Erkrankungen

Ausgehend von diesen Befunden haben deutsche Forscher in einer Überblicksarbeit den Zusammenhang zwischen Belastungen des Arbeitsplatzes und psychischen Erkrankungen untersucht. Sie bestätigten den Zusammenhang mehrerer Arbeitsfaktoren mit psychischen Erkrankungen. Zu diesen zählen eine

- hohe Arbeitsintensität,
- geringer Handlungsspielraum,
- wenig soziale Unterstützung,
- wenig Entlohnung und Anerkennung bei viel eingebrachter Leistung,
- Rollenunklarheit oder -überforderung,
- Schichtarbeit,
- Überstunden,
- Arbeitsplatzunsicherheit.

Gesetzliche Regelungen bisher nur diskutiert

Vor diesem Hintergrund wurde Stress am Arbeitsplatz bereits 2012 in die Agenda des Bundesarbeitsministeriums aufgenommen - ohne jedoch bisher gesetzlich verankert worden zu sein. Ebenfalls plädiert der Deutsche Gewerkschaftsbund für gesetzliche Regelungen, um dass Stressniveau am Arbeitsplatz zu senken. Eine entsprechende Vereinbarung mit den Arbeitgebern war jedoch ebenfalls Anfang 2013 gescheitert. Nun fordert die BPtK einen Ausbau der Präventions- und Rehabilitationsmaßnahmen.  


Neben der Arbeit ist auch das Gesundheitsverhalten wichtig

Neben den Arbeitsbedingungen wird die Gesundheit natürlich auch von unserem Verhalten beeinflusst. Hier ist positiv zu erwähnen, dass sich die Ernährung bei vielen Deutschen inzwischen mehr Obst und Gemüse enthält, als früher. Unberuhigend sind hingegen andere Zahlen, die die Gesundheit betreffen:

- Etwa 30% der Erwachsenen rauchen.
- 30% der Männer, bzw. 16% der Frauen trinken zuviel Alkohol.
- 66% der Männer, bzw. 50% der Frauen sind übergewichtig.
- 60% der Männer, bzw. 70% der Frauen bewegen sich zu wenig.

Insbesondere der Anteil an sitzenden Tätigkeiten ist allgemein sehr hoch und die Freizeitgestaltung häufig zu inaktiv. Ziel sollte es sein, sich mehr als zwei Stunden in der Woche zu bewegen.

Öffentliche Diskussion als Beginn für Veränderungen

Diese unangenehm klingenden Meldungen haben schließlich jedoch auch etwas Positives: Sie schaffen überhaupt erst eine Diskussion darüber, was gesunde Arbeits- und Lebensbedingungen sind. Diese ist der erste Baustein für Veränderungen. Aktuell haben Forscher außerdem heraus gefunden, dass sich zumindest die körperliche Gesundheit - unabhängig von Einkommen und sozialem Umfeld - nachhaltig positiv beeinflussen lässt: durch eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung. Schaffen Sie sich einen Ausgleich.



30.01.2014, Sandra Waeldin auf www.psychologin-hilft.de


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Quellen:
Robert Koch Insitut, 2013, Gesundheitsberichte für Deutschland

Deutsche Überblicksarbeit: Rau R & Henkel D, 2013, Zusammehang von Arbeitsbelastung und psychischen Erkrankungen, Springer

Techniker Krankenkasse, 2013, Gesundheitsreport

Bundespsychotherapeutenkammer
, 2014

Studie zu Gesundheitsverhalten: Lämmle L et al., 2014, Does initial behavior predict our physical fittness, 
Sciencedirekt (engl.)

 












© Sandra Waeldin, Trier | Sw - Coaching und Stressbewältigung  

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